WLAN und Elektrosmog

Am 1. September ging die Nachricht über die Newsticker, dass eine 39-jährige Französin vom Gericht in Toulouse eine 85%ige Behinderung zugesprochen bekam, weil sie unter einer elektromagnetischen Hypersensitivität (EHS) leidet. Dieses Krankheitsbild ist zwar auch bei uns bekannt, allerdings haben die diesbezüglich durchgeführten Untersuchungen nicht nachweisen können, dass Elektrosmog negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könne. Natürlich nicht, könnte man jetzt bösartig sagen, denn die derzeitige Interessenlage würde eine solche Einschätzung niemals zulassen.

Konkret konnte die ehemalige Radioproduzentin das Gericht überzeugen, dass sie Probleme mit dem Elektrosmog allgemein und mit der WLAN-Strahlung im Besonderen habe. Daher musste sie auf Grund der schmerzhaften Symptome vor fünf Jahren Ihre Wohnung in Marseille aufgeben und in eine sehr ländliche Gegend umziehen. Sie kann daher auch ihrer gewohnten Arbeit nicht mehr nachgehen.

Allgemein klagen Menschen mit EHS über Schlafstörungen, Unruhezustände, Nervosität und Kopfschmerzen, wenn sie einer solchen Strahlung ausgesetzt sind bzw. sich in der Nähe von elektromagnetischen Feldern befinden.

Das Gericht stufte die Frau als Arbeitsunfähig ein und bewilligte ihr eine monatliche Unterstützung von 680 € im Monat. Das ist sicher nicht viel, aber immerhin etwas. Und vor allem ist das Urteil ein großer Schritt für all die Menschen, die unter ähnlichen Symptomen leiden und von Ihrer Umgebung deswegen nur milde belächelt werden.

Ernstzunehmende Forschungen bestätigen die Vorhaltungen der Französin, wenn auch nur bei einer nicht großen Gruppe von Menschen. Und wahrscheinlich werden wir erst in 20 Jahren wissen, was permanenter Elektrosmog für Auswirkungen hat.

Dieter Grabow


Quellen: 

Zeitung Actu Cȏte Toulouse
The Times
t-online.de

 
 

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