Rheumatische Erkrankungen zeigen sich am Stütz- und Bindegewebe des Bewegungsapparates. Häufig ist eine systemische Beteiligung des Bindegewebes innerer Organe (wie Herz, Gefäße, Lungen, Leber, Darm, ZNS).
Die Symptomatik ist vielfältig und oft unspezifisch: Schmerz, Funktionsbehinderung, Steifigkeit, Deformierung und systemische Organmanifestation.
Rheumatische Erkrankungen kann man einteilen aus verschiedenen Gesichtspunkten (Tabelle 1).
Rheumatische Erkrankungen im engeren Sinne umfassen systemische Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen) und entzündliche Manifestationen an Gelenken und Wirbelsäule (z. B. chronische Polyarthritis, Spondylitis ankylosans, rheumatisches Fieber, Arthritis psoriatica, systemischer Lupus erythematodes, progressive systemische Sklerose und Panarteriitis nodosa).
| ätiologisch | pathologisch-anatomisch | topographisch |
|---|---|---|
| Infektiöse | Entzündliche | Gelenke |
| Metabolische | Degenerative | Bänder |
| Autoimmune | Funktionelle | Sehnen |
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Muskeln |
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Faszien |
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Wirbelsäule |
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Knochen |
Die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind gekennzeichnet durch entzündliche Immunreaktionen der Bindegewebe, teilweise auch mit Autoimmunphänomenen. Im weiteren Sinne werden den rheumatischen Erkrankungen auch degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule zugerechnet. Sie sind gekennzeichnet durch primär regressive Veränderungen des Knorpels bzw. der Zwischenwirbelscheiben sowie durch reparative Prozesse des Knochens.
Als extraartikuläre rheumatische Erkrankungen (Weichteilrheumatismus) werden die verschiedensten Symptome des periartikulären Bewegungsapparates zusammengefasst. Auch einige metabolische Gelenkerkrankungen wie die Gicht werden den rheumatischen Erkrankungen zugerechnet (Tabelle 2).
| entzündliches Rheuma | degeneratives Rheuma | Weichteil-Rheuma |
|---|---|---|
| Chronische Polyarthritis | Arthrose | Fibromyalgie |
| Infektiöse Arthritis | Osteoporose | Kollagenosen |
| M. Bechterew |
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Lupus |
| Arthritis psoriatica |
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Sklerodermie |
| Borreliose-Arthritis |
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Vaskulitiden |
In der schulmedizinischen Rheumatherapie werden NSAR (Diclofenac, Ibuprofen, etc.), Glucocorticoide, Basistherapeutika, „Gichtmittel“, Analgetika und Chondroprotektiva verwendet. Diese Medikamente sind oft stark mit Nebenwirkungen behaftet. Sie belasten Leber und/oder Magen in erheblichem Ausmaß. Eine ergänzende naturheilkundliche Therapie kann dazu beitragen, diese Präparate besser erträglich zu machen.
So ist bei der Verordnung von Methotrexat eine Leberschutztherapie zu empfehlen.
Im Regelkreis des Lebens stehen Assimilation, Dissimilation und Elimination in einem Gleichgewicht. Alle Störungen in diesem Regelkreis führen zu Störungen in den Lebensvorgängen.
In der Naturheilkunde werden rheumatische Erkrankungen als Folge einer verminderten Elimination gesehen, ausgelöst durch eine unterdrückte Hautatmung. Daraus resultiert eine Überschlackung im Gesamtsystem.
Im Bindegewebe lässt sich diese Situation als Katarrh innerer Schleimhäute beschreiben mit einer allmählich verfestigten Ablagerung von Überschussstoffen.
Therapeutisch setzt die Naturheilkunde bei rheumatischen Erkrankungen an den Systemen zur Aus- und Ableitung an: Blutsystem; Lymphsystem, Vegetativum, Kolloide und die Eliminationssysteme.
Zu den eliminatorischen Systemen und ihrer medikamentösen Unterstützung zählen:
Die eliminatorischen Systeme können sich auch in einer Vikariationshierarchie beeinträchtigen: Darin sind Leber, Nieren, Milz, Magen und Haut einbezogen. Hier muss also auf Störungen in diesen Organsystemen geachtet werden, welche sich dann indirekt als rheumatische Beschwerden auswirken können.
Zur Unterstützung der eliminatorischen Systeme müssen die Ablagerungen in einen ausleitbaren Zustand "verdünnt" werden. Danach folgt das Lösen der Stoffe und deren Ausscheidung mit naturheilkundlicher Unterstützung durch Ihre/n Heilpraktiker/in.
Autor: Michael Schünemann, HP
Ihre Heilpraktiker informieren über naturheilkundliche Therapie und Tipps zur Gesundheit.