Handy-Strahlung bei Kindern

Schweizer Wissenschaftler der Universität Basel haben dezidiert Untersuchungen darüber angestellt, was die Strahlung von Mobiltelefonen Smartphones bei Kindern für Auswirkungen haben.

Zu diesem Zweck erhoben sie Untersuchungen an fast 700 Jugendlichen aus der 7. bis 9. Klasse im Alter von 12 bis 19 Jahren aus städtischen und ländlichen Gebieten der Schweiz über einen Zeitraum von einem Jahr. Sie versuchten dabei in erster Linie, den Zusammenhang zwischen der Exposition der Kinder mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) und der individuellen Gedächtnisleistung zu erforschen. Das Schweizerische Tropen- und Public Health Institut (Swiss TPH) teilte nach Abschluss der Untersuchungsreihe nun mit, dass die Ergebnisse vorliegen.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Exposition mit hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung aus Mobiltelefonen einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der so genannten figuralen Gedächtnisleistung hat. Die Ergebnisse einer vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2015 wurden hierdurch bestätigt.

Die figurale Gedächtnisleistung bezieht sich in erster Linie auf das Erkennen und Wiedererkennen von Figuren und ist Teil einer Serie von Intelligenztests.

Eine weitere wesentliche Erkenntnis aus der Studie ist der Faktor, dass die Störung bei den Kindern, die das Telefon auf der rechten Kopfseite benutzen, deutlich ausgeprägter ist. Das figurale Gedächtnis befindet sich in der rechten Hirnhälfte. Die scheinbar gute Nachricht: das Schreiben von SMS oder das Surfen im Internet haben aufgrund der geringeren Strahlenbelastung im Kopfbereich keine derart ausgeprägte Störungssymptomatik.

Dieter Grabow


Quellen:
Environ Health Perpect 2018, online 23.Juli
Environ Int.2015, 85:343-51
Wikipedia: Intelligenztheorie: Das CHC Modell

 
 

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