Glyphosat aktuell

– eine Ergänzung zum Artikel „Schöne Ernährungswelt

Zum Thema Glyphosat hat sich die EFSA, das ist die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, nach Einreichung der Deutschen Forschungsergebnisse wie folgt geäußert:

  • Glyphosat ist wahrscheinlich nicht krebserregend
  • Glyphosat ist wahrscheinlich nicht fruchtschädigend
  • Glyphosat kann in der Muttermilch nachgewiesen werden
  • Glyphosat kann im Urin nachgewiesen werden.

Für mich sind in diesen Ergebnissen zu viele „wahrscheinlichs“ drin. Das hat mit Wissenschaft nun wirklich nichts mehr zu tun. Interessant dürfte in diesem Zusammenhang die Veröffentlichung der Testbiotech sein. Sie wurde zwar schon im April veröffentlicht, klärt aber über die Mängel in der Berichterstattung in der Vergangenheit auf. Hier die Meldung im Original:

Eine aktuelle Recherche des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN Germany) deckt eine wichtige Lücke bei der Risikobewertung von Glyphosat durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf. Demnach gibt es derzeit mindestens zehn Studien, die zeigen, dass Glyphosat in Zellen sogenannten „oxidativen Stress“ auslöst, der auch zur Krebsentstehung führen kann. Diesen Wirkungsmechanismus hat das BfR jedoch außer Acht gelassen. Dieses Versäumnis könnte ein Grund dafür sein dass das BfR, anders als ein internationales Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zu dem Schluss kommt, dass Glyphosat nicht krebserregend ist.
Der Toxikologe Dr. Peter Clausing, der für das Pestizid Aktions-Netzwerk e. V. (PAN Germany) die vorliegenden Studien bewertet hatte, kritisiert: „Das BfR geht nur auf zwei Publikationen zum Thema oxidativer Stress ein, allerdings nicht im Zusammenhang mit einer möglichen Krebsentstehung. Mindestens acht weitere Untersuchungen aus den Jahren 2005 bis 2013, die über die Erzeugung von oxidativem Stress durch Glyphosat an Wirbeltieren wie Fischen, Kaulquappen, Mäusen und Ratten berichten, fanden überhaupt keine Erwähnung. Befunde dieser Art sind aber in Zusammenhang mit einer möglichen krebsauslösenden Wirkung relevant.“

Glyphosat wird tonnenweise verwendet. Wahrscheinlich 40% der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland sind mit Glyphosat bearbeitet. Aber nicht nur in der Landwirtschaft, auch im privaten Bereich wird Glyphosat von vielen Hobbygärtnern eingesetzt.

Interessant: bei jedem zweiten Deutschen ist Glyphosat im Körper nachweisbar. Und in einer Anhörung eines Vertreters des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) wurde diesem vorgeworfen, sein Institut hätte überhaupt keine Risikobewertung von Glyphosat hinsichtlich Krebs durchgeführt.

Interessant ist auch, dass sich die IARC (International Agency for Research on Cancer) in dieser Sitzung sehr kritisch gegenüber dem BfR geäußert hat. Insbesondere Professor Poitier, ein Amerikaner, der an der IARC Studie mitgearbeitet hat, verurteilt den laschen Umgang bundesdeutscher Behörden gegenüber international anerkannten Studien. Konkret wurde dem BfR vorgeworfen, dass die Signifikante Steigerung von Tumoren unter Glyphosateinwirkung im Tierversuch nicht einmal erwähnt wurde. Der Toxikologe Peter Clausing geht davon aus, dass sich das BfR nur auf die Hinweise der Hersteller verlassen hat. Das ist natürlich skandalös. Fakt hat im ersten Programm einen Film dazu ausgestrahlt.

Ist Glyphosat doch nicht so harmlos, wie uns immer weisgemacht wird? Wahrscheinlich nicht, aber wer kommt schon gegen die Übermächtige Herbizidindustrie an. Und was nach jahrzehntelangem Einsatz dieses Gifts in Amerika passiert, sah man vor etwa einem Jahr im Fernsehen. Das Unkraut wächst trotzdem wieder, aber sonst nichts. Und in ärmeren Ländern, in denen das Gift vom Flugzeug aus gespritzt wurde, stellt man bei übermäßig vielen Kindern Symptome fest, die an Epilepsie oder MS erinnern.

Also, verzichten Sie vielleicht auf das Gift in Ihrem Garten und kaufen Ihre Nahrungsmittel dort, wo Sie sicher sein können, dass nicht gespritzt wurde.

Dieter Grabow

Quellen:
https://www.youtube.com/watch?v=HL_kjRlU95E
The Lancet/Elsevier.com: Carcinogenicity of tetrachlorvinphos, parathion, malathion, diazinon, and glyphosate
IARC Monographs oft he evaluation of carcinogenic risks to humans

 
 

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