Elektronische Ärzte

In der Ausgabe vom 11. September berichtete „die Zeit“ über die neuesten elektronischen Errungenschaften eines bekannten Handyherstellers. Laut Aussage der Zeitung findet eine wachsende Zahl von Menschen großen Gefallen daran, dass Körperfunktionen wie Pulsschlag, EKG, Blutparameter und andere durch eine Uhr überwacht, aufgezeichnet und digitalisiert via Internet versandt werden, so dass sich ein Behandler an einem völlig anderen Ort die Daten ansehen und gegebenenfalls eine Fernbehandlung starten kann. Und es gibt bereits die Gruppe der „Lifelogger“, die ihr ganzes Leben digital dokumentieren und mit anderen teilen.

Schöne neue Welt?
Dazu hätte ich ein paar kritische Anmerkungen.
Wie zum Beispiel den Fall: Eine neue Patientin wünschte partout keine Erstuntersuchung und auch keine Harnschau, weil sie absolut genau wüsste, was ihr fehlt. Auf meine Frage, woher sie das wüsste, antwortete sie, sie habe das ausgiebig im Internet recherchiert.
Besagte Dame habe ich dann zwecks Weiterbehandlung an Dr. Google überwiesen.

Aber auch rechtlich dürfte eine solche Fernbehandlung nicht ganz ohne sein. Zunächst einmal taucht die Fragen auf nach der Zuverlässigkeit solcher Geräte. Zum anderen birgt die Bedienung viele Fehlerquellen: Jeder, der sich intensiv mit der Blutdruckmessung via Handgelenks-Messgerät befasst hat, weiß das aus eigener Erfahrung.
Und dann gibt es auch Gesetze bzw. deren Interpretationen durch Gerichte, die verbieten, eine Behandlung aufzunehmen, ohne einen Patienten genau untersucht zu haben. 

...

Im Bereich "Für Kollegen" geht es noch weiter ... 


Dieter Grabow

Quellen:

  • Die Zeit: www.zeit.de/audio
  • FAZ 
  • Eigene Recherchen
 
 

Ihre Heilpraktiker informieren über naturheilkundliche Therapie und Tipps zur Gesundheit.