Antibakterielle Seifen

Neulich kam die Meldung im Radio, dass die Gesundheitsbehörden in den USA die Hersteller von Seifen und Körperpflegemitteln mit antibakteriell wirkenden Inhaltsstoffen aufgefordert haben, diese binnen Jahresfrist vom Markt zu nehmen.
Die FDA (Food and Drug Administration = Arzneimittelbehörde der USA) listete in ihrer Anweisung 19 antibakteriell wirkende Substanzen namentlich auf.

Die Begründung der FDA für dieses Verbot liegt nach der Abteilungsleiterin Janet Woodcock darin begründet, dass diese antibakteriellen Seifen nicht besser vor Infektionen schützen als normale Seifen. Zusätzlich habe man Hinweise, dass die antibakteriell wirkenden Seifen das Immunsystem schwächen. Darüber hinaus stehen viele der verbotenen Stoffe im Verdacht, die Resistenzen gegenüber Antibiotica zu verstärken.

Einer der verbotenen Stoffe ist das als krebserregend apostrophierte Triclosan. Nach Veröffentlichungen von Newsweek, Kopp online und einigen Zeitungen ist die Substanz auch bei uns in Zahncremes zu finden.

Die Hersteller in den USA haben ein Jahr Zeit, das Verbot umzusetzen. Nach Angaben von Theresa Michele, die bei der FDA für Körperpflegeprodukte zuständig ist, ist in den meisten festen und flüssigen Seifen bislang mindestens einer der verbotenen Stoffe enthalten. Händedesinfektionsmittel, die etwa in Spitälern oder Arztpraxen benutzt werden, sind vom Verbot nicht betroffen.

Dieter Grabow


Quellen:

 
 

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