Gift aus dem Drucker

Dass Bürogeräte durch den Elektrosmog möglicherweise gesundheitsschädlich sein können, ist hinlänglich bekannt und wird zwischenzeitlich sogar von anerkannten Personen als ernstzunehmendes Risiko bewertet. Bereits lange diskutiert und immer wieder verworfen wird die toxische Gefahr, die von Laserdruckern ausgeht. Die Bundesregierung hat das Umweltbundesamt beauftragt, bis Ende 2010 die Schadstoffe zu analysieren, die von Laserdruckern ausgestoßen werden. Mit einer Risikobewertung wurde das Amt nicht beauftragt!

Spendenfinanzierte kleinere Untersuchungen haben allerdings inzwischen gezeigt, dass die Risiken hoch sind. Bereits 2008 fanden Forscher in den Lungen eines an Krebs gestorbenen Servicetechnikers Laserstaub. Der Umweltmediziner Volker Mersch-Sundermann, Leiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene wies bereits 2008 darauf hin, dass Gefahren aus der Abluft von Druckern nicht auszuschließen seien. Allerdings seien dazu größere Studien notwendig als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Auftrag gegebene Pilotstudie.

Bei den oben erwähnten kleinen Studien unabhängiger Institute wurde eine völlig neue Technik angewandt, die sich von der Fixierung auf den Tonerstaub alleine gelöst hat. So verbrachte man Kulturen von Lungenepithelzellen, welche die Lungenbläschen auskleiden, in einen Raum mit einem Kubikmeter Luft, in welchem eine Stunde lang ein Drucker lief. Die Freiburger Forscher entdeckten, dass bei diesen so behandelten Zellen die Zellteilung inkorrekt ablief. Es entstanden so genannte Mikronuclei, die als Indikatoren für die Schädigung der DNS als standardisiertes Verfahren anerkannt sind. Übrigens entstanden bei der Begasung mit Tonerabluft genau so viele Mikronuclei wie bei der Formaldehydbegasung.

Die Ergebnisse werden von den Wissenschaftlern als bedenklich eingestuft. Dennoch könne man nicht pauschal sagen, dass Laserdrucker Krebs erzeugen. Aber die Untersuchungen haben immerhin belegt, dass Emissionen von Laserdruckern die DNS schädigen können.

Für den Betreiber eines Laserdruckers im eigenen Büro gilt:

  • auf ausreichende Belüftung achten
  • bei größeren Druckmengen das Gerät ggf. ins Freie verbringen
  • Kinder von Laserdruckern fernhalten
  • Laserdrucker mit wirksamen Filtern nachrüsten


Dieter Grabow

 
 

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